Ringvorlesung MEDIZIN & ETHIK
Eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Kreiskrankenhaus Freiberg, der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen und dem Studium generale der TU Bergakademie Freiberg.
Termin: mittwochs, 19.00 Uhr
Ort: Werner-Bau, 1. OG, Brennhausgasse 14, Freiberg/Sa.
Anmeldungen unter: 03731/393406 oder studiumgeneraleiwtg.tu-freibergde
Mittwoch, 2. November 2011 Nr.: 11-651
Mögliches und Sinnvolles in der Krebstherapie
Die Diagnose Krebs ist zunächst für Patienten jeden Alters niederschmetternd. Immer ausgefeiltere Therapiemöglichkeiten geben Hoffnung. Doch auch die ärztliche Kunst hat ihre Grenzen. Irgendwann stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Mittel im Hinblick auf Gewinn oder Verlust an Lebensqualität und die Frage nach der seelischen Gesundheit. Was ist therapeutisch möglich und was ist nötig? Was ist dabei für wen sinnvoll? Darüber diskutieren Chefarzt Dr. Michael Neubauer (Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie) und Chefarzt PD Dr. Hans Bödeker, (Klinik für Innere Medizin) Kreiskrankenhaus Freiberg, Pfarrer Rolf-Michael Turek, Klinikseelsorger, Universitätsklinikum Leipzig
Moderation: Dr. Jörg Michel, Studienleiter 'Naturwissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung' an der Evangelischen Akademie Meißen
Mittwoch, 23. November 2011 Nr.: 11-652
Pränataldiagnostik – Fluch oder Segen?
Vom Kinderwunsch zum Kind nach Wunsch ist es inzwischen scheinbar nur ein kurzer Weg. Die Entwicklungen der letzten Jahre im Bereich der vorgeburtlichen Diagnostik und die Fortschritte in der assistierten Fortpflanzung sind weitreichend. Welche Tests werdende Eltern am Ungeborenen durchführen lassen, ist ihre eigene Entscheidung. Doch was hat ihre jeweilige Entscheidung für Konsequenzen? Führt die pränatale Diagnostik nicht auch gleichzeitig zu einem Handlungsdruck? Wie soll man umgehen mit den Ergebnissen von vorgeburtlicher Diagnose von Gen-Defekten mit Krankheits-Risiko? Es diskutieren Frau Dr. Martina Sperling, (Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe), Kreiskrankenhaus Freiberg und Dr. Jörg Michel, Studienleiter 'Naturwissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung' an der Evangelischen Akademie Meißen. Moderation: Ulrike Schöbel, M.A., Studium generale
Mittwoch, 7. Dezember 2011 Nr.: 11-650
Exkursion zur Evangelischen Akademie Meißen
Das St.-Afra-Kloster wurde 1205 gegründet und liegt mitten in der 1000-jährigen Stadt Meißen, direkt auf dem Burgberg neben dem berühmten Meißner Dom, der Albrechtsburg und der St. Afra-Kirche. Heute befindet sich u.a. die Evangelische Akademie an diesem traditionsreichen Platz. Diese lädt ein zu einem Vortrag über „künstliches Leben“ und einer Führung durch den Klosterhof. Nach dem Mittagessen in den historischen Weinkellern besteht Gelegenheit zum Besuch des Weihnachtsmarkts in der Altstadt.
Kostenpflichtig und mit Anmeldung.
Mittwoch, 14. Dezember 2011 Nr.: 11-653
Ethische Implikationen der Arzneimittelforschung
Der Weg vom Wirkstoff zur Tablette ist lang. Eine Wunderpille für alle kann und wird es nicht geben. Die Arzneimittelforschung erprobt jedoch immer neue Ansätze. Nicht nur die Entwicklung neuer Wirkstoffe und Präparate steht in ihrem Mittelpunkt sondern auch die Methodik und Studien zur Überprüfung von Wirksamkeit und Nebenwirkungen. Dabei sind die besonderen Gegebenheiten bei älteren Patienten und Kindern in Betracht zu ziehen. Wann müssen für diese Patientengruppen gänzlich neue Mittel und Verfahren zum Einsatz kommen und wie werden diese entwickelt? Welche ökonomischen Faktoren beeinflussen die Entwicklung von Arzneimitteln und was bedeutet das für Patienten? Es diskutieren Frau Dipl. Pharm. Sindy Burjanko, Leitende Apothekerin Kreiskrankenhaus Freiberg und Pfarrer Werner Rudloff, Klinikseelsorger, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden
Moderation: Dr. Jörg Michel, Studienleiter 'Naturwissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung' an der Evangelischen Akademie Meißen
Mittwoch, 25. Januar 2012, 20.00 Uhr Nr.:11-654
Sind Hirntote tatsächlich tot?
Ist der Hirntod ein sicheres Indiz für den Tod eines Menschen? Ist die personale Identität des Menschen an sein Gehirn gebunden, welches die Integration des Organismus zu einer leib-seelischen Ganzheit der Person gewährleistet? Nach der einleitenden Schilderung der medizinischen Herausforderungen werden die ethischen Implikationen der Hirntoddiagnostik erläutert. Es diskutieren Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff, Lehrstuhl für Moraltheologie an der Universität Freiburg und stellv. Vorsitzender des Deutschen Ethikrats und Dr. Christoph Uhrlau, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Kreiskrankenhauses Freiberg. Moderation: Albrecht Voigt, Katholische Akademie des Bistums Meißen.



