Idee der Kampagne

Egal welchen Beruf Sie ausüben,

wo Ihr Wohnort ins Sachsen ist oder

welches Alter Sie haben:

 

Die Zukunft ist jetzt!

Welches Sachsen wollen wir Kindern und Jugendlichen bieten?

Eine Tagung in der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank, Dresden

9./10. November 2012


Zur Veranstaltung

„Wir können nicht auf Kosten der zukünftigen Generation leben!“ So oder ähnlich ist es oft zu lesen und zu hören in politischen Debatten. Doch was heißt das eigentlich? Welche Vorstellungen sind damit für die gesellschaftlichen Akteure verbunden, die Kinder und Jugendlichen in ihrem Aufwachsen begleiten (müssen)? Eine Tagung für alle interessierten Bürger und Bürgerinnen - egal welches Alter, welchen Beruf oder Wohnort Sie haben - sowie Fachkräfte, sowie für Berufstätige aus Wirtschaft, Gesundheit, Justiz/Polizei, Medien, Politik, Kinder- und Jugendhilfe u. a.

Kennen Sie das? Sind Sie mit Ihrem Arbeitsplatz oder Ihrer Familie selbst betroffen?

In Sachsen sind seit einigen Jahren verschiedene Diskussionen zu beobachten, die z.B. viele Eltern mit Sorge verfolgen (Auswahl)

Kita: Die Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Kinderkrippen und Kindertagesstätten sowie deren materielle Ausstattung, etc.

Schule: Der bauliche Zustand vieler Schulen, eine zu geringe Anzahl an Schulen, Lehrpersonal, durchschnittlich mittelmäßige Ergebnisse, lange Schulwege, zu wenig zur Verfügung stehende finanzielle Mittel, etc.

Hochschule: Zu wenig Personal, stete Kürzungen der finanziellen Mittel, überfüllte Lehrveranstaltungen

Ausbildung: Unternehmen und Wirtschaft sind in Sorge darüber, inwiefern sie aufgrund des sächsischen (Aus)Bildungs- und Schulsystems den Standort Sachsen stärken können.

Kinder- und Jugendarbeit: Stete Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit hat dazu geführt, dass z. B. an vielen Orten keine Jugendarbeit mehr stattfindet oder Jugendliche ihren Jugendclub selbst verwalten müssen.

Armut von Kindern, Jugendlichen und Familien: Die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die zu den „armen“ Bevölkerungsschichten gezählt werden ist unvermindert hoch. Mindestens jedes vierte Kind lebt in armen Verhältnissen.

Gesundheit: Kinder- und Jugendärzte/-medizinerinnen beobachten mit Sorge eine Zunahme von Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen, auffällig ist z. B., dass immer mehr Kinder und Jugendliche psychische und psychosomatische Probleme haben.

Sprachprobleme: Es werden zunehmend Probleme in der Sprachfähigkeit bei Kindern festgestellt.

Suchtproblematiken (Spielsucht, Drogenkonsum, etc.): Jüngste Statistiken zeigen auch hier eine zunehmende Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die insbesondere Computer-/Spielautomatensucht, aber auch der Konsum bestimmter Drogen steigt.

Abwanderung und Geburtenrückgang: Diese beiden Aspekte hängen eng mit der Lebensqualität und den Zukunftsszenarien zusammen – wie kann die Abwanderung aus Sachsen gemildert werden?

Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungen: Nicht zuletzt durch stete Kürzungen in der Kinder- und Jugendarbeit erhalten in Sachsen Kinder und Jugendliche immer weniger Chancen sich an demokratischen Prozessen zu beteiligen.

Insbesondere in der Wahrnehmung der Fachkräfte, aber auch der Kinder- und Jugendlichen scheinen diese Entwicklungen Besorgniserregend und führten in den zurückliegenden Jahren zu mehreren Demonstrationen in Dresden und anderen Städten. Für den Herbst 2012 werden bereits jetzt mehrere Demonstrationen geplant.

Was kostet die Zukunft?

Welche Zukunftsperspektiven haben junge Menschen in unserer sich rasant entwickelnden Gesellschaft? Sind die ständigen Kürzungen und Probleme im Bildungssystem eine Ursache für auffallende Lebenssituationen junger Menschen?

Die oben benannten Aspekte sind einige ausgewählte und beeinflussen die täglichen Aufgaben in verschiedenen Handlungsfeldern unserer Gesellschaft. Welche Akteure verantworten in diesem Zusammenhang welche notwendigen Handlungs- und Entscheidungsschritte?

Sollte mehr in Prävention und in die Jugend investiert werden?

Welche beruflichen Perspektiven, Möglichkeiten und Ideen haben Sozialarbeiter_innen und Lehrer_innen in Sachsen?

Welche Perspektiven und Lösungen bieten Wirtschaft, Medien, Polizei und Justiz?

Wie lassen sich Visionen gemeinsam und im gesellschaftlichen Dialog entwickeln?

Welche gesellschaftlichen Alternativen entwickeln junge Menschen durch Beteiligungsmöglichkeiten?

Welche Branchen und Initiativen lassen sich für die anstehenden Herausforderungen verknüpfen, welche bereichern sich gegenseitig?

Wie lassen sich Chancen und Möglichkeiten im Medienzeitalter und in der modernen Gesellschaft nutzen?

Wie bleiben wir gesund, im ständig voranschreitenden Wandel mit komplexen Herausforderungen?

Wie muss sich die außerparlamentarische Zivilgesellschaft konkreter in Politik einbringen?

Wir fragen uns: In welcher Zukunft wollen wir leben? In welcher Umgebung sollen unsere Kinder aufwachsen? Welche Möglichkeiten brauchen Jugendliche in der Ausbildung? Was hält junge Menschen in der Region bzw. im ländlichen Raum? Welche Lernräume bietet das städtische Umfeld? Wie attraktiv ist Sachsen für andere junge Europäer_innen? Welche Lösungen lassen sich zusammen entwickeln? Welche Entscheidungen sollten die Verantwortungsträger_innen in Sachsen treffen?

Wir wollen gemeinsam Gegenwart gestalten, denn: Die Zukunft ist jetzt!

 

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