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Mittwoch, 16. Mai 2018 | 11:29 Alter: 157 Tag(e)

Bildungsfahrt: „Der Rote Gott“ – Personenkult um Stalin in den Anfangsjahren der DDR


Die Tagung „Der Rote Gott“ – Personenkult um Stalin in den Anfangsjahren der DDR widmet sich am 29. Und 30. Juni 2018 der Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit am Beispiel des Personenkults des sowjetischen Partei- und Regierungschefs Josef Stalin in der frühen DDR. Sie beinhaltet den Besuch der Sonderausstellung „Der Rote Gott – Stalin und die Deutschen“ in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen. Dort ist eine Fülle seltener Objekte zu sehen: Filme und Fotografien des Stalin-Kultes, von der Hand der berühmten Stalin-Statue in Budapest über Großprojektionen von Agitationsfilmen bis hin zu gefälschten Fotos, auf denen die Opfer des Großen Terrors wegretuschiert wurden.


Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der menschenfeindlichen nationalsozialistischen Diktatur, die im Holocaust kulminierte, propagierte die SED-Führung Stalin, der in der Sowjetunion exzessive Gewalt und Terror entfesselte, als Vorbild und „größten Feldherrn aller Zeiten“. Massenaufmärsche, Stalin-Denkmäler und überlebensgroße Porträts des Diktators an den Hauswänden bildeten die Instrumente einer zentral orchestrierten Propaganda. Industriebetriebe, zahlreiche Straßen und eine ganze Stadt trugen Stalins Namen. Berlins Mitte sollte zugunsten von stalinistischen Prachtbauten und Aufmarschplätzen abgerissen werden. Wie spielten Ideologie, Propaganda und Personenkult in der frühen DDR zusammen und was können wir im Sinne der Aufarbeitung von Deutschlands doppelter Diktaturerfahrung daraus für Gegenwart und Zukunft lernen?


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