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Dienstag, 21. August 2018 | 13:44 Alter: 33 Tag(e)

Gute Laune beim Klosterhoftag 2018


Der Hof beginnt, sich zu füllen

Die Band Caminho sorgt für musikalische Untermalung

Auch Oberbürgermeister Olaf Raschke (2. v. links) genießt das schöne Wetter beim Klosterhoftag

Michael Schlosser, der Dresdner "Ikarus"

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ – so lautete das Motto des Klosterhoftages 2018 und passend zum beliebten Sommerlied Paul Gerhardts zeigte sich das Wetter am 18. August von seiner besten Seite. Bei strahlendem Sonnenschein füllte sich der Klosterhof rasch, als ca. 150 neugierige Gäste der Einladung der Ehrenamtsakademie, des Pastoralkollegs und der Evangelischen Akademie Meißen folgten, um sich den mittelalterlichen Klosterhof St. Afra einmal näher anzusehen.

Begleitet von lateinamerikanischen Klängen der Band Caminho schlossen sich die Gäste einer Quiz-Rallye an oder verweilten im Hof bei Eis und mediterranen Speisen. Manch einen zog es in den kühler temperierten Kreuzgang, um die Fotoausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ zu betrachten. Die kleineren Besucher versuchten sich derweil am Buchstabendruck oder verzierten ein Lesezeichen mit Rosentinte. Beim offenen Singen mit der Sopranistin Claudia Forberger wurde selbstverständlich auch „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ angestimmt. Über den Dichter des Liedes, Paul Gerhardt, konnte man anschließend am Stand des Pastorallkollegs mehr erfahren und sich sogar einen Button mit dem Porträt Gerhardts mit nach Hause nehmen. Noch mehr kreative Impressionen boten sich den Besuchern in der Ferienwohnung unter dem Dach, in welcher die sechs Klosterhofkünstler und ihre Werke auf anschauliche Weise vorgestellt wurden. 

Ein besonderes Highlight des Tages war der Besuch des Dresdner „Ikarus“, Michael Schlosser, der mit einem Nachbau seines selbstgebauten Flugzeuges angereist war, mit dem er in den 1980ern aus der DDR in den Westen fliehen wollte. Schlosser berichtete von seinen abenteuerlichen Testflügen, bei denen er einmal sogar von sowjetischen Soldaten entdeckt wurde und nur knapp mit einer Ausrede davonkam. Doch auch den Verrat durch einen Arbeitskollegen und die darauf folgende Haft in Bautzen, die mit seiner Auslösung durch die BRD endete, ließ er nicht unerwähnt. Zum Abschluss setzte sich Schlosser, der nach der Wende zurück nach Sachsen zog, noch einmal in sein Flugzeug und ließ vor begeisterten Zuschauern den Propeller an. So endete ein ereignisreicher Tag, bei dem jeder den Klosterhof aufs Neue kennenlernen konnte. 


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