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Dienstag, 14. Mai 2019 | 14:09 Alter: 128 Tag(e)

Pfarrer Stephan Bickhardt wird Direktor der Evangelischen Akademie Meißen

3 Fragen an …


© Dirk Vogel, DGPh, http://www.vogelgrafie.de

… Pfarrer Stephan Bickhardt

EAM: Sie werden in diesem Jahr die Leitung der Evangelischen Akademie Meißen übernehmen. Bisher waren Sie in Leipzig tätig. Welche Aufgaben hatten Sie dort?

Bickhardt: Leipzig ist ein Ort, an dem viel los ist. Leider auch im Blick auf die Kriminalität. Ich habe als Polizeipfarrer gearbeitet. Dies bedeutet vor allem in seelsorgerlichen Einzelgesprächen Beamtinnen und Beamte nach belastenden Einsätzen beizustehen. Zuvor war ich in einer Gemeinde tätig, in der Evangelischen Studierendengemeinde Leipzig (ESG).

EAM: Sie treten das Amt des Direktors in einer Zeit an, in der durch die zu erwartende Standortverlagerung nach Dresden auch neue Überlegungen zur Akademiearbeit auf der Tagesordnung sein werden. Was ist Ihre Vision für die Akademiearbeit heute? Was sollte die Evangelische Akademie sein, um auch künftig in Sachsen und darüber hinaus relevant zu sein?

Bickhardt: Zu allererst sollten auf dem Weg nach Dresden alle mitreden können, die sich um der Inhalte willen beteiligen wollen. Im Statut der Akademie ist von Gespräch und gelebter Gemeinschaft die Rede. Konzentration und Ausstrahlung – so könnte das Motto lauten. Das Angebot der Akademie sollte die fortschreitende Urbanisierung in allen Lebensbereichen thematisieren. Zugleich stellen sich die wirtschaftlichen und sozialen Themen auf dem Land oftmals anders dar als in der Stadt. In diesen Zusammenhängen kann die Evangelische Akademie auch Partnerin für Kirchbezirke und Kirchgemeinden sein. Lokale Themen und brennende Fragen vor Ort können gemeinsam identifiziert und bearbeitet werden. Und: die dringende Aufklärung über Europa als Kontinent des Friedens, der Aussöhnung, der Kultur und der Demokratie muss stark gemacht werden. Die Evangelische Akademie sollte ein geistlich-geistiges Zentrum sein mit zielgruppenbezogenen Formaten – Menschen in echten Dialog untereinander bringen.

EAM: Welche Impulse möchten Sie konkret im Studienbereich Religion setzen? Welche Akzente und Themen erscheinen Ihnen dort besonders wichtig?

Bickhardt: Ich möchte mich gern für den lebendigen Gottesdienst im Alltag stark machen. D. h. die kleinen geistlichen Formen praktizieren, schon bei Tagungen und Foren selbst. Liebe Leserinnen und Leser, das kann Lebensfreude und kritischen Geist verstärken. Gott, Vertrauen, Religionsfreiheit, Dialog der Religionen und die Entdeckung der Spiritualität der Versöhnung, wie sie in Polen und Tschechien praktiziert wird, sind einige weitere Stichworte.

Alle Informationen rund um die Person Stephan Bickhardt lesen Sie hier:

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