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Mittwoch, 13. November 2019 | 10:17 Alter: 104 Tag(e)

Wie der Neoliberalismus unseren Alltag bestimmt

Vortrag und Diskussion in der Dresdner Dreikönigskirche


Eindrücke von der Tagung. Foto: Dorothea Milde/SEBIT

Der Neoliberalismus ist längst mehr als ein wirtschaftliches Modell: Marktgläubigkeit, Konkurrenzdenken und Selbstoptimierung prägen längst unser Denken und Alltagsleben – so die streitbare These, mit der der Politikwissenschaftler und Gewerkschafter Patrick Schreiner am 6. November die erste von zwei Veranstaltungen der Evangelischen Akademie Meißen im Rahmen der diesjährigen Sächsischen Entwicklungspolitischen Bildungstage (SEBIT) eröffnete.

Anhand von Castingshows und populärer Ratgeberliteratur untersuchte er die Mechanismen, durch die Menschen sich bereitwillig neoliberalen Ansätzen unterwerfen. Gerade die kontroverse Diskussion im Anschluss machte deutlich, wie sehr Schreiners Thesen nicht nur unsere Vorstellungen von Ökonomie hinterfragen, sondern unser Bild des Menschen auf den Prüfstand stellen: Wie weit reicht die Pflicht zur Selbstverantwortung einerseits, der Schutz durch die Solidargemeinschaft andererseits? Wie ist soziale Teilhabe möglich? Und vor allem: Was heißt in diesem Zusammenhang überhaupt Freiheit?

Das wollen wir aufgreifen und mit einem Studientag im kommenden Frühjahr Raum für Vertiefung und ausführlichere Diskussionen bieten.

Die zweite Veranstaltung der Evangelischen Akademie Meißen im Rahmen der SEBIT (28.11., 19.30 Uhr, Haus der Kirche – Dreikönigskirche) wird unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“ nach den Möglichkeiten sozialer und ökologischer Transformationen fragen.

 


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