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Freitag, 14. Juli 2017 | 11:20 Alter: 131 Tag(e)

Der heilige Benno, „ein Schatz nicht von Gold“

Katholische und Evangelische Akademie laden mit der Schlösserland Sachsen GmbH zur Exkursion auf der Elbe ein


Zu einer ganztägigen Exkursion mit Schifffahrt laden die Katholische Akademie des Bistums Dresden-Meißen, die Evangelische Akademie Meißen und „Schlösserland Sachsen“ am 26. August ein. Unter dem Thema „Ein Schatz nicht von Gold“ gibt es während der Schiffsreise von Dresden nach Meißen „Gespräche an Deck über Sachsens ersten Heiligen“. Als Referenten stellen an Bord Prof. Dr. Josef Pilvousek, Erfurt, und Dr. André Thieme, Dresden, die Person von Bischof Benno und die Auseinandersetzungen um seine Heiligsprechung während der Reformation vor. Auf der Rückfahrt diskutieren an Deck Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und Prof. Dr. Christoph Böttigheimer über die Bedeutung der Kirche, den Wert der Wunder und die Rolle von Heiligen.
In Meißen steht der Besuch der Ausstellung „Ein Schatz nicht von Gold“ mit Führung und Vorträgen auf dem Programm.
„Wie kaum ein anderer steht Benno in Verbindung mit der Elbe und Meißen. Deswegen lässt sich über ihn, aber vor allem über die durch seine Person ausgelösten Streitfragen am Besten an Deck miteinander sprechen“, sagt Thomas Arnold, Direktor der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen. „Die Gespräche an Deck und die Sonderausstellung sind auch eine Chance, zum Reformationsjubiläum auf die wechselvolle Geschichte zu schauen und noch heute strittige Fragen zwischen den Konfessionen zu diskutieren“, ist Johannes Bilz, Direktor der Evangelischen Akademie, überzeugt.

Exkursionsbeitrag: 29 € pro Person, inkl. Schifffahrten, Ausstellungseintritt und Mittagessen

Interessierte sind gebeten, sich bis 23. August 2017 über
www.ka-dd.de/GespraecheAnDeck anzumelden.

 

Der heilige Benno
Verstoßen, gefangen, begnadigt, geheiligt: Im Leben und Nachwirken Bennos von Meißen herrschen Machtspiele, Glaube und Streit. Vor allem seine Heiligsprechung im Jahr 1523 wurde instrumentalisiert und gilt bis heute als eine der kontroversesten der frühen Neuzeit.
Geboren wurde Benno um 1010 (oder 1020) in der Nähe des niedersächsischen Hildesheim. Unter Kaiser Heinrich III. wurde er Kanoniker des Stifts St. Simon und Judas sowie kaiserlicher Hofkaplan an der Pfalz in Goslar. 1066 erhielt er die Berufung zum Bischof des im Jahr 968 von Otto dem Großen gegründeten Bistums Meißen. Obwohl Benno sich um diplomatische Zurückhaltung bemühte, geriet er dennoch unvermeidlich in die Auseinandersetzungen Heinrichs IV., des deutschen Königs und späteren Kaisers, mit Papst Gregor VII. zu Fragen der Kirchenreform, speziell im Hinblick auf die Einsetzung von Bischöfen. Die verweigerte Beteiligung am königlichen Heeresaufgebot gegen die aufständischen Sachsen 1073 und 1075 zog eine zeitweilige Gefangensetzung nach sich. Zur Gruppe der antikaiserlich gesinnten Bischöfe gerechnet, wurde er außerdem 1085 von der Mainzer Synode gebannt. Vorübergehend verlor er sein Bistum. Nachdem er wieder in dessen gesicherten Besitz gelangt war, konnte er sich danach vermittelnd im Konflikt zwischen dem Kaiser und weiteren sächsischen Bischöfen einsetzen.
In sehr hohem Alter starb Benno nach einer vierzig Jahre währenden bischöflichen Amtszeit vermutlich am 16. Juni 1106. Beigesetzt wurde er im Meißner Dom. Bischof Withigo I. erhob seine Gebeine Ende des 13. Jahrhunderts zur Ehre der Altäre, was Bennos bistumsweite Verehrung gestattete. Die Heiligsprechung erfolgte auf Betreiben Herzog Georgs des Bärtigen von Sachsen 1523 durch Papst Hadrian VI.

 

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