» Aktuelles
Dienstag, 31. Oktober 2017 | 13:27 Alter: 22 Tag(e)

#REFORMATIONSTAG – ODER 500 JAHRE DANACH

FESTGOTTESDIENST ZUM REFORMATIONSJUBILÄUM 2017 IM DOM ZU MEIßEN


Landesbischof Dr. Carsten Rentzing

Bischof Heinrich Timmerevers

Einzug im Dom zu Meißen

Wandelabendmahl, Fotos (c) Julia Weisberg

Der Reformationstag in Meißen begann heute mit einem Festgottesdienst im Dom zu Meißen. Landesbischof Dr. Carsten Rentzing predigte über die zentralen Aspekte Demut, Würde und Zuversicht, die wir als Denkanstöße von diesem Reformationstag, der als Christusfest gefeiert wird, mitnehmen können. In der Dekade, die auf das 500. Reformationsjubiläum hingeführt hat, sieht der Landesbischof vor allem die Chance, uns zum Kern der Sache, nämlich auf Jesus Christus zurückzuführen. „Eine Haltung der Demut und der Zuversicht nimmt den Menschen die Angst vor der Zukunft“, so Rentzing. Er betonte die Notwendigkeit für uns Menschen, den Weg der Konstruktivität zu gehen. Es wäre viel für die Gesellschaft gewonnen, wenn wir selbstständig und selbstverantwortlich jedem Menschen diese Würde zubilligen würden und gegen den Hochmut einer narzisstischen Gesellschaft und gegen Lippenbekenntnisse für eine Haltung eintreten, die Christus ins Zentrum rückt. Insbesondere betonte Dr. Rentzing auch, dass Martin Luther sicher seine Freude daran gehabt hätte, dass wir den Reformationstag heute in ökumenischer Verbundenheit feiern.
Der katholische Bischof Heinrich Timmerevers zeigte sich in seinem Grußwort davon berührt, dass uns der Geist Gottes zusammenführt und uns so gemeinsam feiern lässt. Dies wäre vor 50 Jahren noch undenkbar gewesen. Er formulierte den Wunsch, dass es Christen auch zukünftig gelingen möge, gemeinsam nach vorne auf Christus hin zu schauen und gemeinsam zu gehen, eventuell noch vorhandene Hindernisse zu überwinden. „Gib, dass alle eins sind, damit die Welt glaubt“, postulierte Timmerevers und benannte die bohrende, unbequeme Frage, die man sich stellen müsse: „Wofür sind wir als Kirche da? – in dieser Zeit, in dieser Gesellschaft, in dieser Welt.“
Beide Bischöfe benannten je drei Punkte, die ihnen für den Tag besonders wichtig waren. Bischof Rentzing hob auf die Begriffe „Demut, Würde, Zuversicht“ ab, Bischof Timmerevers setzte „Halt, Orientierung und Zuversicht“ ins Zentrum seiner Ansprache. Die Zuversicht einte beide.
500 Jahre nach Luthers Aufschlag erfolgt der Thesenanschlag heute bundesweit digital – auf twitter, Instagram und Facebook. Unter dem Hashtag Reformationstag dokumentieren Menschen in ganz Deutschland –  und vermutlich darüber hinaus –  ihre Veranstaltungen zum Reformationstag in den Sozialen Medien.
Auf der Social-Media-Wall zum #Reformationstag, von der EKD zur Verfügung gestellt, laufen Beiträge aus den Sozialen Netzwerken zusammen: Opens external link in new windowwalls.io/reformationstag


Ein Blick lohnt!


Aktuelle Veranstaltungen