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Freitag, 07. Juli 2017 | 08:02 Alter: 138 Tag(e)

Sorbische Begegnungen im Radio


Dr. Hans-Christian Trepte spricht zu den Teilnehmenden der Tagung. Foto: Dr. Kerstin Schimmel

Über die Tagung "Vom Spreewald bis zum Lausitzer Bergland: Sorbische Begegnungen", die vom 30. Juni bis zum 02. Juli 2017 im Kloster St. Marienthal stattfand, berichtet der Sorbische Rundfunk in einer kleinen Rückschau. Colett Schampatis hat den Beitrag ins Deutsche übertragen:

Initiates file downloadHier hören Sie den Radiobericht


Am vergangenen Wochenende fand in der Stadt Ostritz im Kreis Görlitz im Kloster St. Marienthal eine Konferenz der besonderen Art statt. Katarzyna Fidekowa erzählt euch mehr von der interessanten Tagung.
 
Auf die Tagung unter dem Motto „Vom Spreewald bis zum Lausitzer Bergland – Sorbische Begegnungen“ lockte die Evangelische Akademie Meißen viele Interessierte.
Die Konferenz wurde unter der Leitung der Sozialwissenschaftlerin und Studienleiterin Dr. Kerstin Schimmel ausgestaltet. Der Wissenschaftler Dr. Hans-Christian Trepte erzählte, wie die Idee entstand, solch eine Konferenz über die Sorben und mit den Sorben ins Leben zu rufen.

- O-Ton Dr. Hans-Christian Trepte –

Auf Vielfältigkeit hat man auf dem 3tätigen Treffen ebenfalls Wert gelegt. Die Teilnehmer der Tagung kamen aus allen Gegenden Deutschlands, wie aus Hamburg, von der Insel Sylt, aus dem Westen, aber zum Beispiel auch aus Dresden und der Umgebung. Freitagabend erhielten sie den ersten Eindruck von den Sorben. Dr. Trepte berichtete über das kleinste slawische Volk. Er sprach über die Lausitzer Sorben und die Sorben aus der Welt.
Am zweiten Tag trug die Referendarin am Niedersorbischen Gymnasium, Colett Schampatis, vor. Sie erzählte von sorbischen Bräuchen. Die Teilnehmer haben sich für diese Thematik sehr interessiert, und deshalb hat der Vortrag fast doppelt so lange gedauert als geplant. Im zweiten Vortrag von Colett Schampatis ging es um den Einfluss der sorbischen Sprache auf die Sprache im Buch Erwin Strittmatters „Der Laden“.
Weiter referierte die Kirchenhistorikerin Dr. Lubina Mahling über die katholische und evangelische Kirchengeschichte der Sorben. Sie erzählte uns, womit sie sich gerade beschäftigt: „Ich beschäftige mich mit dem Pietismus, besonders mit Ochanow, und wie Ochanow auf die Sorben gewirkt hat, in der Ober- und Niederlausitz. Und diejenigen, die sich der Ochanower Kirchgemeinde angeschlossen haben, haben eine Chronik geschrieben. Diese befindet sich im Archiv in Ochanow. Und wenn wir dort von den Leuten aus dem Spreewald lesen, wie sie zu Fuß nach Ochanow gepilgert sind, und welche Strapazen sie auf sich nahmen, um dort die Messe mitzuerleben.“
Einen weiteren interessanten Vortrag hielt der Student der Leipziger Universität Philip Mierzwa. Er erzählte dem Publikum etwas über Kaschuben und die Zusammenhänge zwischen den Kaschuben und Sorben.
Samstagabend war der junge Autor Měrćin Wenk eingeladen, der sowohl auf Deutsch, als auch auf Sorbisch, seine Erzählung „Der Mann und das Bild“ vorlas.

- O-Ton: Wenk liest –

Die Resonanz der Anwesenden war sehr gut.

- O-Ton: Zwei Damen sprechen
 
- O-Ton: Colett Schampatis spricht: „Ich war sehr positiv überrascht, dass so viele Leute an der Tagung teilgenommen haben, die Interesse für das Sorbische haben.“
Auch die Organisatorin der Veranstaltung Dr. Kerstin Schimmel kann mit der Veranstaltung zufrieden sein.

- O-Ton Dr. Kerstin Schimmel
 
Und dem war tatsächlich so, denn einige Gäste haben sich Sonntag gleich nach dem Frühstück nach Straupitz begeben, um dort das sorbische Kirchenfest zu erleben.
Erzählt haben wir Euch von der Konferenz der besonderen Art in der Stadt Ostritz im internationalen Begegnungszentrum im Kloster St. Marienthal.

Übersetzt von Colett Schampatis


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